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Frauenarztpraxis am Kesselbrink

Ersttrimester-Screening

Das Ersttrimester-Screening ist eine Untersuchung zwischen der 11+0 bis 13+6 SSW zur Berechnung Ihres individuellen Risikos für die häufigsten fetalen genetischen Erkrankungen (u. a. Trisomie 21 = Downsyndrom, Trisomie 18, Trisomie 13) und zur frühzeitigen Entdeckung fetaler organischer Veränderungen/Fehlbildungen. Mit Hilfe eines Risikokalkulators anhand anamnestischer Faktoren, Ultraschall-Befunden (u. a. Nackenfalte, auch Nackentransparenz genannt) und mütterlichen Blutwerten wird die Wahrscheinlichkeit für die o. g. Chromosomenveränderungen berechnet. Im Rahmen der Ultraschalluntersuchung wird der Fet nach Auffälligkeiten untersucht. Bei auffälligem Wert (erhöhtes Risiko) können zur weiteren Abklärung eine Fruchtwasseruntersuchung und/oder die genetische Chromosomenanalyse des Kindes aus mütterlichem Blut (NIPD) durchgeführt werden.
In ca. 2% aller Schwangerschaften kommt es zu einer Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung). Es gibt Faktoren, die das Risiko für die Erkrankung erhöhen. Dazu gehören z. B.:

  • Übergewicht
  • Diabetes mellitus
  • Bluthochdruck
  • Alter über 40 Jahre
  • Präeklampsie in vorangegangenen Schwangerschaften

Im Rahmen des Ersttrimester-Screenings werden wir den Blutfluss in den beiden Gebärmutterarterien per Ultraschall messen, Risikofaktoren aus der Eigen- oder Familienvorgeschichte erheben, den mütterlichen Blutdruck messen und Blut abnehmen (PAPP-A und PlGF). Mit Hilfe einer zertifizierten Risikokalkulation werden ca. 80-90% der Schwangeren mit erhöhtem Risiko für eine frühe Präeklampsie (vor der 34. SSW) und ca. 35% der Frauen mit erhöhtem Risiko für eine spätere Präeklampsie erkannt.
Das Ersttrimesterscreening gehört nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkasse und ist eine Selbstzahlerleistung. Bei Interesse und weitere Fragen beraten wir Sie gerne!