AdobeStock_326424993_Preview

Private Sprechstunde

Manche Themen benötigen mehr Zeit, Ruhe und eine ausführliche Beratung. Mit unseren privaten Sprechstunden möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, sich gezielt und umfassend mit einem für Sie wichtigen gesundheitlichen Anliegen auseinanderzusetzen.
Wir bieten verschiedene spezialisierte Sprechstunden an, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen. Sie erfahren, was Sie in den jeweiligen Terminen erwartet und wie wir Sie individuell beraten können.

Osteoporose


Frühzeitige Erkennung und Vorbeugung

Osteoporose ist eine multifaktorielle Erkrankung bei der Lebensstilfaktoren, Vorerkrankungen und Medikamente eine Rolle spielen. Mit dem Rückgang des Östrogenspiegels beschleunigt sich der Knochenabbau für Frauen, sodass das Risiko für Osteoporose und Knochenbrüche deutlich ansteigt. Da Osteoporose zunächst keine Beschwerden verursacht, bleibt sie oft lange unbemerkt. Zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr sind ca.15 % der Frauen von Osteoporose betroffen, ab > 70 bereits 45 %. Noch mehr Frauen haben in diesen Lebensabschnitten bereits eine Osteopenie, die Vorstufe der Osteoporose.

In den 5 Jahren nach einem Knochenbruch ist die Sterblichkeit erhöht. 1/3 der Frauen ist in dem Jahr nach einer Hüftfraktur auf Hilfe angewiesen.

In unserer privaten Sprechstunde zur Knochengesundheit nehmen wir uns Zeit, Ihr persönliches Frakturrisiko individuell zu beurteilen und gemeinsam Strategien zu entwickeln, um Ihre Knochen langfristig gesund zu erhalten.

Für wen ist die Sprechstunde geeignet?

Eine Beratung kann insbesondere sinnvoll sein, wenn Sie:

  • sich Sorgen um Ihre Knochengesundheit machen oder wissen möchten, wie hoch Ihr persönliches Risiko ist.
  • sich in den Wechseljahren oder nach den Wechseljahren befinden,
  • bereits einen Knochenbruch nach einem leichten Sturz oder ohne größere Gewalteinwirkung erlitten haben,
  • eine Osteoporose in Ihrer Familie bekannt ist,
  • sehr schlank sind oder ungewollt Gewicht verloren haben,
  • über längere Zeit Kortison eingenommen haben
  • an rheumatischen, chronisch-entzündlichen oder anderen Erkrankungen leiden, die den Knochenstoffwechsel beeinflussen können,
  • frühzeitig in die Wechseljahre gekommen sind
  • sich Sorgen um Ihre Knochengesundheit machen oder wissen möchten, wie hoch Ihr persönlichen Risiko ist.

Was erwartet Sie?

Die Beratung orientiert sich an den aktuellen wissenschaftlichen Empfehlungen der Leitlinie des Dachverbandes Osteologie (DVO).

Während des etwa 30-minütigen Termins erfolgen:

  • eine ausführliche Erhebung Ihrer persönlichen Krankengeschichte und Ihrer Risikofaktoren,
  • die Bewertung bereits vorliegender Befunde, Laborwerte oder Knochendichtemessungen,
  • die Einschätzung Ihres individuellen Risikos für osteoporotische Knochenbrüche,
  • die Beratung zu Ernährung, Calcium- und Vitamin-D-Versorgung,
  • Empfehlungen zu knochengesunder Bewegung, Krafttraining und Sturzprävention,
  • die Beurteilung, ob eine Knochendichtemessung (DXA) oder weitere Untersuchungen sinnvoll sind,
  • sowie – falls erforderlich – eine Beratung über mögliche medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten.

Sie erhalten individuelle Empfehlungen, die auf Ihre persönliche Lebenssituation und Ihr Risikoprofil abgestimmt sind.

Warum Vorsorge sinnvoll ist

Viele Frauen erfahren erst durch einen Knochenbruch, dass sie an Osteoporose leiden. Dabei kann das persönliche Risiko häufig schon Jahre zuvor erkannt werden. Eine frühzeitige Diagnostik und gezielte Prävention können dazu beitragen, Knochenbrüche zu vermeiden, die Mobilität zu erhalten und die Lebensqualität langfristig zu sichern.

Gerade rund um die Wechseljahre bietet sich die Gelegenheit, die Knochengesundheit aktiv zu überprüfen und frühzeitig die richtigen Maßnahmen einzuleiten.

Was muss ich vor dem Termin tun?

Bitte berechnen Sie über vorliegenden Link ihre tägliche Calciumzufuhr: https://www.rheumaliga.ch/calciumrechner

Füllen Sie den „Fragebogen Knochengesundheit“ aus: https://anamnese.app/6DRBBK

Lesen Sie folgende Tabelle mit Lebensmitteln und deren enthaltener Eiweißmenge:

www.age-platform.eu/content/uploads/2016/09/table_2_DE.pdf

Kosten

Die Sprechstunde zur Knochengesundheit ist eine individuelle ärztliche Beratung und wird als Privatleistung angeboten.

Dauer: ca. 30 Minuten
Honorar: 100 €

Bitte bringen Sie – sofern vorhanden – frühere Knochendichtemessungen (DXA), Laborbefunde, Arztbriefe sowie eine aktuelle Medikamentenliste zu Ihrem Termin mit.

Menopause


Die Jahre um die Menopause bringen Beschwerden mit sich, die selten einzeln auftreten: Hitzewallungen, Schlafstörungen, Gelenkschmerzen, Veränderungen von Stimmung, Gewicht, Blase und Sexualität. Vieles davon wird als „normal“ abgetan oder auf das Alter geschoben. Das ist es nur zum Teil.

Für einen Großteil dieser Beschwerden gibt es wirksame Behandlungen. Welche davon für Sie infrage kommt, hängt weniger von den Beschwerden selbst ab als von Ihrem persönlichen Risikoprofil — und genau dessen Erfassung braucht Zeit.

Für wen ist die Sprechstunde geeignet?

  • Sie stehen vor der Entscheidung für oder gegen eine Hormontherapie und möchten sie fundiert treffen
  • Sie haben Vorerkrankungen oder eine familiäre Vorbelastung, die die Abwägung komplizierter machen
  • Sie haben eine Hormontherapie begonnen und möchten sie überprüfen lassen
  • Sie hatten eine Krebserkrankung und suchen Behandlungsmöglichkeiten, die damit vereinbar sind
  • Sie möchten sich in Ruhe informieren, bevor Sie überhaupt etwas entscheiden

Was erwartet Sie?

Die Beratung orientiert sich an den aktuellen wissenschaftlichen Empfehlungen der S3-Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF).

Während des etwa 30-minütigen Termins erfolgen:

  • Eine ausführliche Erfassung Ihrer Beschwerden mithilfe validierter Fragebögen
  • Ausgangserhebung, um Beschwerden und Veränderungen im weiteren Verlauf besser beurteilen zu können
  • Erstellung eines individuellen Risikoprofils, unter anderem unter Berücksichtigung von Herz-Kreislauf-Risiken, Thromboserisiken und bestehenden Vorerkrankungen
  • Besprechung möglicher Therapieansätze und deren Nutzen und Risiken
  • Beratung zu hormonellen und nicht-hormonellen Behandlungsmöglichkeiten

Auf dieser Grundlage erhalten Sie individuelle Empfehlungen, die sich an Ihren Beschwerden, Ihrer persönlichen Lebenssituation und Ihrem individuellen Risikoprofil orientieren.

Was muss ich vor dem Termin tun?

Füllen Sie den „Wechseljahre-Fragebogen“ https://anamnese.app/5R5XQX und den „IGeL-Bogen“ https://anamnese.app/2Y3BVX aus.

Kosten

Die Sprechstunde zur Menopause ist eine individuelle ärztliche Beratung und wird als Privatleistung angeboten. Die Behandlung von Wechseljahresbeschwerden ist grundsätzlich Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie können mit diesen Beschwerden jederzeit in unsere reguläre Sprechstunde kommen, und wir behandeln Sie dort selbstverständlich.

Was die gesetzliche Krankenversicherung nicht vorsieht, ist der zeitliche und strukturelle Rahmen, den wir hier anbieten: eine reservierte halbe Stunde außerhalb der Sprechzeiten, die strukturierte Erhebung mit Fragebögen, die ausführliche Risikoeinschätzung und die schriftliche Aufarbeitung. Die dafür vorgesehene Vergütung im einheitlichen Bewertungsmaßstab entspricht wenigen Minuten Gesprächszeit. Ein Gespräch dieser Länge und Tiefe lässt sich darin nicht abbilden.

Dauer: ca. 30 Minuten
Honorar: 100€

Zur Erstattung: Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen erstatten ärztliche Leistungen in der Regel, bei einer Honorarvereinbarung jedoch möglicherweise nicht in voller Höhe — das hängt von Ihrem Tarif ab. Wir empfehlen Ihnen, das vorab mit Ihrer Versicherung zu klären. Gesetzlich Versicherte tragen die Kosten selbst.

Postpartaler Beckenboden


Schwangerschaft und Geburt stellen eine besondere Belastung für den weiblichen Beckenboden dar. Nicht alle Veränderungen machen sich unmittelbar nach der Geburt bemerkbar. Beschwerden wie ungewollter Urinverlust, Druck- oder Senkungsgefühl, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder Schwierigkeiten bei der Blasen- und Darmentleerung können Zeichen einer Beckenbodenfunktionsstörung sein.

Mit unserem postpartalen Beckenboden-Check bieten wir eine ausführliche Untersuchung der Beckenbodenfunktion nach Schwangerschaft und Geburt an.

Für wen ist die Sprechstunde geeignet?

Die Sprechstunde richtet sich an Frauen nach Schwangerschaft und Geburt – sowohl an Frauen mit Beschwerden als auch an Frauen, die sich eine ausführliche Beurteilung ihres Beckenbodens wünschen.

Eine Untersuchung ist insbesondere ab etwa 8–12 Wochen nach der Geburt sinnvoll. Sie kann aber auch zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen und ist unabhängig davon möglich, ob Ihr Kind vaginal oder per Kaiserschnitt geboren wurde.

Was erwartet Sie?

Während des etwa 30-minütigen Termins erfolgt die Beurteilung von:

  • Funktion und Kraft der Beckenbodenmuskulatur
  • mögliche Senkung von Blase, Gebärmutter oder Darm
  • Narben und Geburtsverletzung
  • Beschwerden beim Wasserlassen oder bei der Darmentleerung
  • Harn- oder Stuhlinkontinenz
  • Schmerzen und Beschwerden beim Gesclechtsverkehr
  • bei entsprechender Indikation die Anatomie und Funktion des Beckenbodens mittels Ultraschall

Anschließend besprechen wir mit Ihnen die Ergebnisse und erstellen eine individuelle Empfehlung für die weitere Rückbildung und Belastungssteigerung. Falls erforderlich, können gezielte Beckenbodenphysiotherapie, weitere Behandlungsmöglichkeiten oder eine spezialisierte weiterführende Diagnostik empfohlen werden.

Was muss ich vor dem Termin tun?

Füllen Sie den „Beckenboden-Fragebogen“ aus: https://anamnese.app/GRKDZP

Bitte bringen Sie zu Ihrem Termin Ihren Mutterpass und den Geburtsbericht mit.

Kosten

Die Sprechstunde zum Postpartalen Beckenboden ist eine individuelle ärztliche Beratung und wird als Privatleistung angeboten. Die Behandlung des Postpartalen Beckenbodens ist grundsätzlich Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie können mit diesen Beschwerden jederzeit in unsere reguläre Sprechstunde kommen, und wir behandeln Sie dort selbstverständlich.

Was die gesetzliche Krankenversicherung nicht vorsieht, ist der zeitliche und strukturelle Rahmen, den wir hier anbieten: eine reservierte halbe Stunde außerhalb der Sprechzeiten, die strukturierte Erhebung mit Fragebögen, die ausführliche Risikoeinschätzung und die schriftliche Aufarbeitung. Die dafür vorgesehene Vergütung im einheitlichen Bewertungsmaßstab entspricht wenigen Minuten Gesprächszeit. Ein Gespräch dieser Länge und Tiefe lässt sich darin nicht abbilden.

Dauer: ca. 30 Minuten
Honorar: 100€

Es handelt sich um eine individuelle Gesundheitsleistung bzw. privatärztliche Behandlung. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Über die voraussichtlichen Kosten informieren wir Sie vor der Untersuchung.