Dysplasien (Vorstufen von Zellveränderungen)
Bei ausgewählten leichten bis mäßigen Dysplasien im Bereich der Vulva oder des Gebärmutterhalses kann der CO₂-Laser eingesetzt werden, um verändertes Gewebe gezielt zu entfernen. Ziel ist die lokale Behandlung bei möglichst maximalem Erhalt des gesunden Gewebes. Die Entscheidung erfolgt stehts individuell und leitliniengerecht nach sorgfältiger Diagnostik.
Vaginales Relaxationssyndrom (VRS)
Bei dem vaginalen Relaxationssyndrom handelt es sich um eine subjektiv empfundene vaginale Weite. Typische Beschwerden können sein:
- vermindertes Spannungsgefühl der Vagina
- veränderte Wahrnehmung beim Geschlechtsverkehr
- Fremd- bzw. Unsicherheitsgefühl
Feigwarzen (Kondylome)
Kondylome (HPV-bedingte Warzen) können mit dem CO₂-Laser präzise und effektiv abgetragen werden – auch bei:
- ausgedehnten Befunden
- Rezidiven
- empfindlicher Lokalisation
Die Laserbehandlung erlaubt eine sehr gute Kontrolle der Eindringtiefe und kann die Abheilung gegenüber anderen Verfahren begünstigen.
Lichen sclerosus
Beim Lichen sclerosus handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung der Vulva.
Der CO₂-Laser kann bei ausgewählten Patientinnen ergänzend zur medikamentösen Therapie eingesetzt werden, insbesondere bei:
- therapieresistenten Arealen
- narbigen Veränderungen
- funktionellen Beschwerden
Ziel ist eine Verbesserung von Elastizität, Beschwerden und Lebensqualität – eine Heilung der Grunderkrankung ist jedoch nicht möglich.
Vaginale Atrophie (vaginale Trockenheit)
Bei hormonell bedingter vaginaler Atrophie (z. B. in den Wechseljahren oder unter antihormoneller Therapie) kann der CO₂-Laser zur Regeneration der Vaginalschleimhaut beitragen.
Mögliche Effekte sind:
- verbesserte Befeuchtung
- erhöhte Elastizität
- Reduktion von Brennen, Juckreiz oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
Die Behandlung stellt keine Hormonersatztherapie dar, kann jedoch eine Option bei hormonfreien Therapiewünschen sein.
Narben im Intimbereich
Narben nach Geburten, Operationen oder Verletzungen können Beschwerden wie Schmerzen, Spannungsgefühl oder Dyspareunie verursachen. Der CO₂-Laser kann hier zur Narbenmodulation beitragen, indem:
- die Gewebestruktur verbessert
- die Elastizität erhöht
- funktionelle Beschwerden reduziert werden
Belastungsinkontinenz
Belastungsinkontinenz entsteht meist durch eine Schwächung des Beckenbodens und führt zu Urinverlust bei Belastung. Der CO₂-Laser kann unterstützend wirken, indem:
- die Kollagenbildung und Festigkeit erhöht wird
- die Gewebestruktur verbessert wird
Nach der Geburt
Nach Schwangerschaft und Geburt können Beschwerden wie Trockenheit, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, ein subjektives Weitegefühl der Scheide oder leichte Belastungsinkontinenz auftreten. Die fraktionierte CO₂-Lasertherapie kann die Geweberegeneration unterstützen und wird international zur Behandlung dieser Beschwerden eingesetzt. Ziel der Behandlung ist die Verbesserung von der Lebensqualität nach Geburt.
Darüber hinaus kann die Lasertherapie bei Narben nach Kaiserschnitt oder Dammschnitt sowie bei Schwangerschaftsstreifen eingesetzt werden. Narben können dadurch geschmeidiger werden und in ihrem Erscheinungsbild verbessert werden. Eine Behandlung erfolgt jedoch erst, wenn die Narbe vollständig verheilt.
Bei Scheidentrockenheit und Schleimhautbeschwerden kann die vaginale Lasertherapie eine mögliche hormonfreie Behandlungsoption darstellen.
Bei der Belastungsinkontinenz (unwillkürlicher Urinverlust z.B beim Husten) stehen Beckenbodentraining und Physiotherapie weiterhin im Vordergrund der Behandlung. Der Laser kann diese Maßnahmen ergänzen.
Wenn Sie Interesse an einer Laserbehandlung haben, bitten wir Sie, den entsprechenden Bogen hier auszufüllen und einen Termin zu vereinbaren.